Arzt4Empfaenger's Blog

September 26, 2010

Verkehr(t).

Filed under: gesehen und gehört — arzt4empfaenger @ 9:20 pm

Ein schrecklicher, tragischer Busunfall ereignete sich heute am Schönefelder Kreuz nahe Berlin (Link zum Originalartikel; Quelle: tagesspiegel.de). Dreizehn Menschen starben, kein einziger Businsasse bieb unverletzt.

Auf der Fotostrecke des Tagesspiegels sieht man gut, wie effizient die Berliner Rettungskräfte Ihre Rettungsfahrzeuge plazierten. Gut gemacht, Jungs! (Und Mädels.) Und nein, das ist keine Selbstverständlichkeit.

Das Tragischste ist allerdings, daß trotz dieses Unglücks wahrscheinlich viel zu wenige Fahrer umsichtiger fahren werden. Denn „es trifft ja immer nur die Anderen“ und „ich kann ja sicher fahren“.

Ich kann nur betonen, wie wichtig vorausschauendes Fahren ist, denn selbst wenn man selber sicher fährt, kann es immer passieren, daß jemand anderes es nicht tut. Ich selbst finde Fahren anstrengend, weil ich ständig auf Andere achte(n muß). Als Fahrradfahrer z.B. blicke ich ständig in die Seitenspiegel stehender Fahrzeuge, denn es hat mich bereits dreimal unverschuldet vom Rad geworfen, jedes Mal Autofahrer in geparkten Autos, die die Fahrertür ohne Schulterblick aufrissen. (An dieser Stelle meinen innigsten Dank für die Fallübungen beim Judo, die mich trotz Salti weitestgehend unbeschadet wieder aufstehen ließen.) Autos haben ungleich mehr Wucht, die man in den neuen „Flüstermodellen“ allerdings oft nicht mehr bemerkt. Raser und Drängler auf den Autobahnen ärgern mich schlichtweg maßlos, aber so ist die Autofahrerlandschaft eben in DE. (Daher vielleicht sehe ich – und das muß ich gestehen – recht gerne „Die Ordnungshüter“/Geschwindigkeitskontrolle in der Flimmerkiste).
Gedankenlosigkeit war, ist und bleibt eine der gefährlichsten Versäumnisse oder „menschlichen Verhaltensschwächen“.

In meinen Erste-Hilfe-Kursen versuche ich, das Bewußtsein für verantwortungsvolles Fahren zu wecken, ohne zu drängen, das ist das kleine bißchen, was ich tun kann. Letztendlich bleibt es aber jedem selbst überlassen, wie er sich verhält, und das ist immer wieder eine beängstigende und frustrierende Erkenntnis.

1 Kommentar »

  1. das ist sehr löblich, was du da machst, und ich wünsche mir insgeheim, dass es hilft!

    erst gestern hat mich ein aufgemotzter golf auf der autobahn bedrängt. als ich schließlich entnervt nach rechts wechselte, überholte er mich dröhnend. ich konnte einen blick ins wageninnere werfen: ein mädel. kategorie wie die in deinem kurs. auf der heckscheibe stand in großen lettern: pussy waggon.

    es gibt sachen *tststs*

    liebe grüße, katerwolf

    Kommentar von katerwolf — Oktober 14, 2010 @ 6:25 am | Antworten


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